Aktuelles bei CirculaTUM – Zuletzt
TUM-Projektwochen 2025: Circular Economy Perspectives in Research and Practice – Ein Rückblick
Auftakt – Diverse Perspektiven und theoretische Fundamente:
Das Modul begann im Oktober mit der Kick-Off Veranstaltung am Hauptcampus in München. Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen lernten sich und das Team kennen und erhielten einen ersten Einblick in die Struktur des Moduls. Zusätzlich war die Studentische Organisation School of Circularity eingeladen sich und studentische Angebote zum aktiv werden vorzustellen.
Bereits zwei Wochen später ging es mit der theoretischen Einführung in die Circular Economy in Garching weiter. Professoren und Professorinnen aus dem CirculaTUM Netzwerk führten die Studierenden in verschiedene Perspektiven der Circular Economy ein: Prof. Fröhling legte die Grundlagen zu Circular Economy und Zirkularitätsstrategien, Prof. Fottner zeigte die Verbindung zwischen Circular Economy und Logistik auf, Prof. Weber-Blaschke präsentierte Perspektiven für holzbasierte Bioökonomie und Prof. Benz erklärte, wie fungale Biotechnologie Circular Economy vorantreiben kann. Circular Economy gedacht von der Makro- bis zur Mikroperspektive.
Exkursionen und interaktive Formate:
Mitte November führte die erste Exkursion nach Straubing. Im NAWAREUM erhielten die Studierenden eine geführte Tour durch das Nachhaltigkeitsmuseum. Der zweite Teil des Tages widmete sich dem aus dem Netzwerk entwickelten „Circular Islands“-Spiel. Das interaktive Spiel ermöglichte den Studierenden verschiedene Circular Economy Perspektiven zu entdecken und auszuführen.
Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei der uvex group in Fürth eine Woche später. Bei einer geführten Tour durch die uvex Produktionsstätten von Schutzbrillen und der Laservision erkundeten die Studierenden, wie Schutzbrillen und Augenausrüstung hergestellt werden. Der direkte Austausch mit den Expertinnen ermöglichte es, reale Zirkularitätsherausforderungen zu verstehen und gezielte Fragen zu stellen.
Am 2.12.2025 folgte dann der Acatech-Workshop „Make It Circular“, bei dem die Studierenden strategische Werkzeuge für ihre spätere uvex Fallstudie erhielten.
Geschäftsmodelle und strategisches Denken:
Parallel erhielten die Studierenden wichtige Inputs zu zirkulären Geschäftsmodellen. Unter anderem hatten wir Indeed Innovation zu Gast, die zwei Projekte: Zirkuläre Sanitationssysteme und CircX als Schlüssel zu einer erfolgreichen Circular Economy vorstellten. Ende November gab es weitere Gastvorträge aus Wissenschaft und Wirtschaft. Prof. Lüken von der Technischen Hochschule Rosenheim veranschaulichte, wie eine Transformation zu einer Circular Economy gelingen kann – der Übergang von einer "Cowboy" zu einer "Spaceman Economy". Carina Hofmann-Wellenhof von Circular Republic zeigte, wie Design und Geschäftsmodelle gleichzeitig gedacht werden müssen, und Yawri Carr von SAP präsentierte, wie digitale Lösungen zirkuläre Geschäftsmodelle ermöglichen.
Projektwoche und Abschlusspräsentationen:
Vom 12. Bis 16. Januar 2026 fand dann die eigentliche Projektwoche statt. In Teams arbeiteten die Studierenden daran, nachhaltige Lösungen für die uvex-Fallstudie zu entwickeln. Unterstützt durch ein vorheriges Coaching mit KPMG, übersetzten sie theoretische Erkenntnisse in konkrete, umsetzbare Business Konzepte für zirkuläre Laserschutzbrillen. Besonders im Fokus stand die Frage, welche Nachhaltigkeitsvorteile Miet-oder Leasingmodelle im Vergleich zum reinen Kauf bietet. Dabei analysierten die Teams potenzielle Nutzergruppen, verglichen Modelle hinsichtlich Kundenakzeptanz und Wirtschaftlichkeit, entwickelten Preismodelle und Serviceoptionen und arbeiteten nachhaltige Prozesse für Rückführung, Wiederaufbereitung und Wiederverkauf aus.
Am letzten Wochentag der Projektwoche fand die Abschlussveranstaltung an der Hochschule für Politik im TUM Think Tank statt. Die Teams präsentierten ihre finalen Strategien zur Integration von Circular Economy perspektiven in das Geschäftsmodell von Laserschutzbrillen; und das nicht nur als Präsentation, sondern als Dialog mit Dr. Thomas Fröhlich, Christine Hentschel und Jana Hellmann von uvex. Die uvex-Vertreter*innen hörten Präsentationen vor Ort an, bewerteten sie und gaben den Studierenden direktes Feedback. Die Studierenden zeigten mit ihren Ideen, wie Nachhaltigkeit konkret umgesetzt werden kann und, vor allem, wie interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Austausch zwischen Forschung, Lehre und Praxis zu innovativen zirkulären Lösungen führen können.
Dank & Ausblick
Wir danken allen Teilnehmenden, Referentinnen und Referenten sowie Organisatorinnen und Organisatoren, die diese Projektwochen zu einem großen Erfolg gemacht haben. Die Projektwochen haben gezeigt, wie wichtig die Verbindung von Theorie und Praxis in der Circular Economy-Bildung ist. Wir freuen uns darauf, unsere Reise in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft durch Lehre, Forschung und Zusammenarbeit fortzusetzen.